Gottesdienste in der Friedenskirche

Gottesdienst ist hier jeden Sonntag um 9.30 Uhr.

Familien-Gottedienst ist jeweils am 2. Sonntag im Monat um 11 Uhr.


Die Friedenskirche befindet sich in der
Albrecht-Dürer-Str. 6

Der zuständige Pfarrer ist Hartmut Suppliet.

Telefon: 02522-4671,



Das Gemeindehaus steht neben der Friedenskirche.

 

 

Zur Geschichte der Friedenskirche

seit 1962

Die Friedenskirche wurde am 1. Advent 1962 eingeweiht. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war die Gemeinde durch die große Zahl der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge auf über 3000 Gemeindeglieder gewachsen. In der kleinen Kirche in der Stadtmitte war nicht genügend Platz, selbst wenn sonntags mehrere Gottesdienste angeboten wurden. Eine Vergrößerung wäre sehr teuer geworden. Außerdem erschloss die Stadt große Siedlungsgebiete nördlich der Bahnlinie. So entstand schließlich ein neuer Pfarrbezirk mit neuer Kirche, Pfarrhaus und Gemeindezentrum. 

 

Pfarrer an der Friedenskirche:

1957 - 1959 Pfarrer Eckard Jäger 

1960 - 1971 Pfarrer Hans Krumm 

1971 - 1985 Pfarrer Dietrich Kölling 

1986 - 1994 Pfarrer Thomas Gano 

 

seit 1994 Pfarrer Hartmut Suppliet

50 Jahre Friedenskirche

Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen, geäußert von Bürgermeister Fritz Haver vor 50 Jahren anlässlich des Neubaus der Friedenskirche mit Gemeinderäumen und Pfarrhaus: „Ich möchte wünschen, dass das Evangelische Gemeindezentrum Nord ein recht aktiver Schwerpunkt wird ...“. Ein Rückblick über 50 Jahre lässt erkennen, dass dieser Wunsch Wirklichkeit geworden ist. Das Evangelische Gemeindezentrum Nord ist ein Ort, der im Zeitraum eines halben Jahrhunderts viele aktive Impulse gesetzt hat.

Ein altes Foto von den Anfängen zeigt eine Kirche umgeben von Getreidefeldern. Als zweite evangelische Kirche im Stadtgebiet war sie nach dem 2. Weltkrieg durch starken Zuzug von Vertriebenen nötig geworden. Im Norden der Stadt entstanden viele Neubaugebiete, die Stadtkirche konnte die vielen Besucher gar nicht mehr aufnehmen. 

Der zuständige Pfarrer Rudolf Niekamp bekam zunächst durch Pfarrer Schmidt, dann durch Pfarrer Eckard Jaeger eine personelle Unterstützung bis schließlich unter Pfarrer Hans Krumm die Friedenskirche eingeweiht wurde. Das war am 1. Advent, dem 02. Dezember 1962. Nun entwickelte sich im neuen Gemeindezentrum ein vielseitiges Gemeindeleben mit zahlreichen Gruppen. Gemeindeglieder trafen sich in Frauenhilfe, Bibelstunden, Männerdienst, Jugendkreise und in ökumenischen Begegnungen. Auch das Singen spielte eine wichtige Rolle. Anlässlich der Einweihung der Friedenskirche hatte sich ein Kirchenchor neu gegründet, der unter der späteren Leitung von Werner Niescher eine große Attraktivität gewann und sich in zahlreichen Auftritten auszeichnete.

Bald nach Fertigstellung der Friedenskirche zeigte sich, dass es notwendig war, einen Kindergarten mit drei Gruppen nebenan dazu zu bauen. Er wurde im Beisein der Oelder Bundesministerin Aenne Brauksiepe eingeweiht. Damals betreute eine Erzieherin 30 Kinder. Wegen der großen Nachfrage gab es vormittags drei Gruppen und nachmittags noch einmal zwei. Die Kinder gingen nur halbe Tage in den Kindergarten.

Nach 25 Jahren wurde die Einrichtung baulich um eine Tagesstättengruppe erweitert. Auch das Außengelände wurde ausgebaut und als Spielgelände mit viel Natur hergerichtet. Der Kindergarten wurde seither geleitet von Frau Kaatsch, Frau Populoh, Frau Kleine, Herrn Gerdes, Frau Winkler, Frau Fuchsmann, Frau Hilker und gegenwärtig von Frau Stoffers.

Im Jahr 1971 nahm Pfarrer Dietrich Kölling seinen Dienst in Oelde auf und die Gemeinde lernte die engagierte und aufbauende Arbeit seiner Frau Charlotte besonders in der Frauenhilfe kennen. Unter ihrer Führung wurde eine der größten Gruppen in Westfalen aufgebaut. Gemeindebesuchsdienst, Krankenhausbesuchsdienst, Sonntagscafé, Wochenendseminare, Ausflüge – durch zahlreiche Aktivitäten fühlen sich viele Frauen bis heute hier angesprochen und gut aufgehoben.

Mit einem Schwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit baute Pfarrer Thomas Gano und seine Frau die Arbeit im Gemeindezentrum aus. Nun gab es Krabbelgruppen für die ganz Kleinen und Kinder- und Jugendgruppen bis 16 Jahre. Um diese Arbeit zu festigen, beschloss das Presbyterium die ehemalige Wohnung der Kindergartenleiterin zum Jugendhaus umzubauen und hauptamtliche Jugendmitarbeiter einzustellen. Seitdem wurde die Arbeit geleitet von Isabell Auffermann, Chantal Schlag, Alexa Bavendiek und gegenwärtig von Hans-Jürgen Netz. Das Jugendhaus bekam 1995 den Namen „Anne-Frank-Haus“. Damit sind die baulichen Tätigkeiten vorerst abgeschlossen, und das Gemeindezentrum Nord bietet als komplettes Areal alles Notwendige: vom Kindergarten über Jugendhaus, Kirche, Gemeindehaus bis hin zum Pfarrhaus.

Als Pfarrer Hartmut Suppliet 1994 die Nachfolge von Thomas Gano antrat, blieb er in der Tradition der Arbeit an der Friedenskirche und setzte neue Akzente besonders im Kindergottesdienst und in der Konfirmandenarbeit. Jedoch ganz ohne bauliche Veränderungen sollte es auch nicht bleiben. Das seitliche Kirchenfenster musste nach 35 Jahren ersetzt werden und bekam nach einem künstlerischen Entwurf farbiges Glas. Das Motiv ist abstrakt gehalten und bietet Möglichkeiten der Interpretation. Gleichzeitig wurde der Altarraum durch eine weiße, gebogene Wand und Deckenstrahlern aufgehellt. Schließlich sollte der Kindergarten endlich drei Gruppennebenräume erhalten. Diese konnten aus baulichen Gründen nur über den Gruppenräumen auf dem Dachboden eingerichtet werden. 

Wer die Aktivitäten im Gemeindezentrum Nord mit seinem „recht aktivem Schwerpunkt“ erlebt hat, wird auch von Höhen und Tiefen in der Arbeit wissen. Menschen kamen und gingen, Gruppen lösten sich auf, andere kamen dazu. Ein Alltag im Kindergarten ist heute nicht mit dem Geschehen vor 50 Jahren vergleichbar. Kinder verweilen heute im Durchschnitt sehr viel länger in der Einrichtung, und als Schulkinder gehen viele zur Nachmittagsbetreuung. Damit verändern sich auch die Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit. Erwachsene sind eher bereit, bei Projekten mitzumachen als sich in regelmäßigen Gruppen zu binden. Und doch konnte der Arbeitskreis 55+ in dieser Situation sehr erfolgreich seine Arbeit aufnehmen und zahlreiche Angebote für Interessierte schaffen.

Darüber hinaus gibt es die Gruppen, die sich weiterhin regelmäßig treffen: Frauenhilfe, Bibelkreis, Männerkreis und Abendkreis. 

Die große Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigt das bleibende Interesse an dem „recht aktiven Schwerpunkt“. Hier kann ich mit großem Dank meine Anerkennung für alles Engagement sagen. Danken für die Zeit, die investiert wurde; für die Ideen, die weitergeholfen haben; für Aktivitäten, die Menschen ermutigten und aufrichteten. All diese geleisteten Arbeiten sind nicht selbstverständlich und darum doch um so erfreulicher. Sie zeigen etwas von Gottes begleitendem Segen. In diesem Sinne wünsche ich dem Gemeindezentrum Nord eine Verlängerung für die nächsten 50 Jahre als hilfreicher, aktiver Schwerpunkt der Gemeinde.

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